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Kliniken & Institute

Durchleuchtung

Als Durchleuchtung bezeichnet man Untersuchungen, bei Organe in Echtzeit über einen Bildverstärker dargestellt oder für eine Röntgenaufnahme gezielt werden. Bei Untersuchungen des Magen/Darmtraktes wird Kontrastmittel während der Durchleuchtung appliziert, um Engstellen oder Undichtigkeiten z.B. nach Operationen auszuschließen. Weitere Untersuchungen sind die Refluxdiagnostik bei Kindern und die Myelographie.

Wie läuft die Untersuchung ab?

Myelographie/Myelo-CT

Dies ist eine Darstellung des Nervenwassers im Rückenmarkskanal durch Kontrastmittel zu Darstellung eventueller Engen des Rückenmarkkanals oder der Nervenwurzel. Die Untersuchung erfolgt nur, wenn die MRT keine Klärung bringt (bsp. bei Metallimplantaten, postoperativen Narben oder bei funktionellen Engen). Nach Überprüfung der Indikation und Aufklärung (Patientenvorbereitung) werden Sie in Seitenlage auf den Untersuchungstisch gelegt. Unter sterilen Bedingungen wird dann der Rückenmarkskanal mit einer speziellen Nadel punktiert und wenige Milliliter Liquor gewonnen. Dann wird unter DL spezielles Kontrastmittel injiziert und die Verteilung verfolgt. Nach entsprechenden Funktionsaufnahmen werden Sie liegend in die Computertomographie  gebracht und eine CT der Wirbelsäule angefertigt. Hierdurch ist dann eine hochauflösende Darstellung der Einengungen möglich.

Nach der Myelographie haben Sie 4-6 Stunden Bettruhe und werden nachmittags von einem Radiologen entlassen.

Phlebographie

Bei dieser Untersuchung wird zur Beurteilung der Venen Kontrastmittel (Patientenvorbereitung) über einen Zugang an der Ellenbeuge oder am Fussrücken injiziert und unter DL verfolgt. Indikationen sind die Darstellung der Schlüsselbeinvene/obere Hohlvene vor Austausch oder Anlage von Schrittmachersonden. 

Die Phlebographie der Beine erfolgt gelegentlich vor Behandlung von Krampfadern zur OP Planung. Beinvenethrombosen werden in der Regel durch die Sonographie oder MRT diagnostiziert.

Untersuchung der Schluckfunktion/Breischluck

Hierbei stehen Sie im Durchleuchtungsgerät. Der Arzt reicht Ihnen einen Schluck Kontrastmittel. Diese behalten Sie im Mund und schlucken erst dann, wenn der Arzt Ihnen dies sagt. Währenddessen werden die Durchleuchtungsbilder aufgezeichnet. Der Vorgang wird in mehreren Darstellungen wiederholt. Meist erfahren Sie schon am Ende der Untersuchung das Ergebnis.

Wenn Sie sich öfters verschlucken (aspirieren), sagen Sie dies dem Untersucher vor der Untersuchung. Sie werden dann wasserlösliches Kontrastmittel erhalten.

Kontrasteinlauf

Diese Untersuchung erfolgt regelhaft vor operativer Rückverlagerung eine künstlichen Darmausgangs. Hierbei wird Kontrastmittel über einen dünnen Schlauch über den Anus unter Durchleuchtung eingeführt und der Darm beurteilt.

Miktionszysturetherographie

Diese Untersuchung erfolgt zur Darstellung oder Ausschluss rückfließenden Urins von der Harnblase in die Harnleiter bei wiederkehrenden Harnwegsinfekten. Die Untersuchung wird von Kinderärzten und Urologen indiziert. Der Harnblasenkatheter wird in der Kinderklinik Dritter Orden gelegt. Unter Röntgendurchleuchtung wird die Harnblase vorsichtig mit verdünntem Kontrastmittel gefüllt. Selbstverständlich können Sie während der Untersuchung bei Ihrem Kind bleiben und erhalten einen entsprechenden Röntgenschutz.

Defäkographie

Bei dieser Untersuchung wird der Ausscheidungsvorgang unter Durchleuchtung dargestellt. Der Darmausgang wird wie beim Kontrasteinlauf (s.o.) mit verdicktem Kontrastmittel gefüllt. Sie nehmen dann auf einer toilettenähnlichen Vorrichtung Platz , der Ausscheidungsvorgang wird unter Durchleuchtung aufgenommen.

Wie hoch ist die Strahlenbelastung?

Zur Durchleuchtung wird nur ein Bruchteil der Dosis benötigt, die für ein Röntgenbild erforderlich ist. Aufgrund der Möglichkeit, die Durchleuchtungbilder digital  zu speichern, kann in den meisten Fällen auf Röntgenaufnahmen verzichtet werden.

Grundsätzlich werden bei Durchleuchtungsuntersuchungen alle Möglichkeiten der Strahlenersparnis (Einblenden, gepulste Durchleuchtung) eingesetzt.