Bei der Abschiedsfeier im Hörsaal: v.l. Domkapitular Gerhard Auer, Pfarrer Adi Ortmeier, Seelsorgerin Barbara Stadlberger, Pfarrer Josef Gerl, der frühere Klinikums-Werkleiter Stefan Nowack, der evangelische Pfarrer Philipp Augustin, Pflegedirektor Christian Maier, evangelischer Pfarrer Stephan Schmoll, stellvertretender Ärztlicher Direktor Prof. Dr. Helmut Grimm und Werkleiter Dr. Holger Otto. Foto: Klinikum
Nach 32 Jahren im Dienst der Krankenhausseelsorge am Klinikum ist Pfarrer Josef Gerl in den Ruhestand verabschiedet worden. "Es liegt ein bisschen Wehmut in der Luft", sprach Werkleiter Dr. Holger Otto in seiner Begrüßung zur Feierstunde im Hörsaal vielen aus der Seele. Gerl sei stets da gewesen, wo er gebraucht wurde, sprach er ihm seinen Dank aus.
Dabei waren auch Dr. Ottos Vorgänger Gottfried Kobluk und Stefan Nowack, der den Seelsorger als nah am Menschen, unprätentiös und empathisch beschrieb. "Bei ihm spürte man, dass Glauben und Lebensfreude keine Gegensätze sein müssen." Auch Oberbürgermeister Jürgen Dupper dankte Gerl für seine Lebensleistung: "Im Mittelpunkt seines Schaffens stand stets der Mensch." Für das Bistum Passau sprach Domkapitular Gerhard Auer: Der Krankenhausseelsorger habe der Nächstenliebe ein Gesicht gegeben.
Josef Gerl selbst erklärte: "Ich habe gern inmitten der Menschen hier am Klinikum gearbeitet" und hob besonders die Berufsgruppen hervor, an die man nicht in erster Linie denkt: die Pforte, den Hausdienst und natürlich die Pflege, für Gerl mit die "wichtigsten Zuarbeiter der Seelsorge". Von den Patienten habe er das Beten neu gelernt - und versucht, im säkularen Raum der Klinik das Mitgefühl Gottes durchscheinen zu lassen.
Auch für Josef Gerls Nachfolger Adi Ortmeier war Gelegenheit, sich vorzustellen: Der Pfarrer, der künftig mit Barbara Stadlberger das Team der katholischen Krankenhausseelsorge bilden wird, kommt von der Fachklinik für Amputationsmedizin in Osterhofen und ist seit September in Haus.