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Lernen mit Verantwortung

Zweite Ausbildungsstation am Klinikum geht in Betrieb

Herzlich Willkommen auf der PIA 2.0 heißt es für die Pflege-Azubis und Pflegekräfte in Anerkennung. Begeistert vom Projekt sind auch Praxiskoordinatorin Johanna Kapsner (hinten v.r., Markus Feilhuber, stellvertretender Schulleiter der Berufsfachschule für Pflege, Stationsleitung Magdalena Reisinger, Andreas Lindmeier von der Pflegedirektion, Pflegepädagogin Chiara Jarosch (2.v.l.) und Oberärztin Dr. Martina Salzinger (l.). Foto: Klinikum

Eine Station, komplett betrieben von Auszubildenden – die an der Aufgabe wachsen und intensiv lernen: Dieses innovative Projekt hat das Klinikum jetzt ausgeweitet. Neben der unfallchirurgischen und orthopädischen Schulstation gibt es nun auch eine PIA („Passauer Interprofessionelle Ausbildungsstation“) mit neun Betten auf einer internistischen Station, für die die angehenden Pflegekräfte komplett selbst zuständig sind. „Das Konzept hat sich bewährt“, sagt Pflegedirektor Christian Maier.

Allein gelassen wird selbstverständlich niemand – im Hintergrund ist auch auf der PIA immer eine erfahrene Pflegekraft mit Weiterbildung als Praxisanleitung da. Ansonsten sind im Früh- und Spätdienst wochentags jeweils zwei Auszubildende selbstständig verantwortlich: Sie nehmen Patienten auf, begleiten Entlassungen, planen und führen die Pflege durch, bringen Patienten zu Untersuchungen, dokumentieren und machen eigenständig die Übergabe. Die Patienten werden nicht gesondert ausgewählt. Zwei Mal im Jahr für jeweils drei Monate wird die PIA im Lehrmodus geführt, außerhalb der Phasen ist „Normalbetrieb“.

Die Azubis sollen kurz vor dem Examen in der dreijährigen Ausbildung, vor den Abschlussprüfungen der einjährigen Ausbildung als Pflegefachhilfskraft oder vor der Kenntnisprüfung für Pflegekräfte aus dem Ausland die PIA-Phase durchlaufen. „Der Lernprozess ist einzigartig“, weiß Praxiskoordinatorin Johanna Kapsner, die das PIA-Konzept mit einer Kollegin auf das Klinikum angepasst hat. Aus den Erfahrungen mit der bereits etablierten chirurgischen PIA-Station weiß man, dass die Patientenzufriedenheit sehr hoch ist. Positive Rückmeldungen von den Azubis bekommt auch die Berufsfachschule für Pflege am Klinikum: „Sie sind absolut begeistert vom selbstständigen Arbeiten und werden dadurch auch mutiger“, sagt stellvertretender Schulleiter Markus Feilhuber.

Auf der zweiten Lernstation am Klinikum werden künftig neben den angehenden Pflegekräften auch Medizinstudierende im Praktischen Jahr arbeiten. Für Oberärztin Dr. Martina Salzinger, die für die PJler auf der neuen PIA zuständig ist, eine Bereicherung: „Hier lernen die Studierenden den direkten Umgang mit Patienten und Angehörigen, verstehen Abläufe besser – das alles trägt viel dazu bei, dass der Start in die Praxis besser gelingt.“ Ein Unterstützer der zweiten Lernstation ist auch Werkleiter Dr. Holger Otto: „Die PIA ist die Leistung eines hochmotivierten Teams und ich freue mich, dass wir sie an unserem Klinikum anbieten können.“

Informationen zur Ausbildung an der Berufsfachschule für Pflege am Klinikum Passau (Ausbildungsstart April und September) gibt es unter https://www.berufsfachschule-pflege-passau.de.