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Aktuelles & Presse

„Koloskopie ist das Mittel der Wahl zur Früherkennung“

Der März ist Darmkrebsmonat - Experte Dr. Oliver Heupel zu Prävention und Vorsorgeuntersuchungen

Dr. Oliver Heupel. – Foto: Klinikum 

Statistisch gesehen ist Darmkrebs eine der häufigsten Tumorerkrankungen in Deutschland. Jährlich erkranken hierzulande nach Angaben des Robert Koch-Instituts rund 33.000 Männer und 28.000 Frauen. Doch es gibt auch gute Nachrichten: Die Zahl der Neuerkrankten sinkt, ebenso wie die Zahl derer, die an Darmkrebs sterben. Die Gründe für den Rückgang: Früherkennung und medizinischer Fortschritt. 

Auf Prävention und Früherkennung hinzuweisen, ist Dr. Oliver Heupel im Darmkrebsmonat März ein besonderes Anliegen: „Darmkrebs ist ein Thema, das nahezu jede Familie im Laufe des Lebens berührt“, weiß der Facharzt für Viszeralchirurgie, der gleichzeitig geschäftsführender Oberarzt und Koordinator des zertifizierten Darmkrebszentrums am Klinikum Passau ist, aus Erfahrung. 

„Sich gesund ernähren, aufs Gewicht achten, nicht rauchen, kein übermäßiger Alkoholgenuss, dafür Bewegung und Sport“ – mit gesundem Lebensstil könne jeder einzelne selbst dazu beitragen, das Darmkrebs-Risiko zu senken, betont der Experte. Gleichzeitig empfiehlt er, Früherkennungsangebote wahrzunehmen. Denn: Darmkrebs sei heimtückisch. „Das Gefährliche am Darmkrebs ist, dass er in der Regel über einen langen Zeitraum unerkannt bleibt und keine Symptome verursacht. Daher sehen wir bei uns in der Klinik oft Patienten, die in einem sehr späten Stadium kommen.“ Gibt es dennoch Warnzeichen, bei denen man zum Arzt sollte? Bei diffusen Symptomen wie raschem Gewichtsverlust, Nachtschweiß, bei schwindender Leistungsfähigkeit und anhaltenden Veränderungen des Stuhlgangs sei man angehalten, den Hausarzt aufzusuchen. 

Alle gesetzlich ebenso wie privat versicherten Frauen und Männer ab dem 50. Lebensjahr haben zudem Anspruch auf Früherkennungs-Maßnahmen, die von den Krankenkassen gezahlt werden. Zur Auswahl stehen der Stuhltest und die Darmspiegelung (Koloskopie). Welche Methode ist zuverlässiger? „Ganz klares Statement: Die Koloskopie ist das Mittel der Wahl, um ganz frühe Stadien des Krebses erkennen zu können“, so Heupels Expertenrat. Der praktische Nebeneffekt einer Darmspiegelung: Im Idealfall würden Darmpolypen, oft eine gutartige Vorstufe von Krebs, bei dem Eingriff gleich entfernt werden – „und so erkrankt der Patient erst gar nicht an Darmkrebs“. Bei familiärer Vorbelastung empfiehlt der Facharzt schon früher Maßnahmen zu ergreifen. „Immer sollte im Vorfeld ein vertrauensvolles Gespräch mit dem Hausarzt erfolgen, der dann entsprechend überweist“, so Dr. Heupel. 

Sollten Früherkennung oder andere Untersuchungen tatsächlich die Diagnose Darmkrebs zu Tage bringen, erwartet die Betroffenen am erst kürzlich rezertifizierten Darmkrebszentrum des Klinikums Passau eine individuelle und von Spezialisten interdisziplinär zusammengestellte Behandlung entsprechend der Leitlinien der Deutschen Krebsgesellschaft. 

Bei „Medizin am Mikro“, dem Podcast des Klinikums Passau, spricht Dr. Oliver Heupel in der neuesten Folge ausführlich über das Thema Darmkrebs sowie Prävention und Früherkennung. Der Podcast ist auf den gängigen Podcast-Plattformen sowie auf der Homepage des Klinikums im Bereich „Aktuelles & Presse“ zu finden.