Abschlussfeier an der Pflegeschule: Die Absolventinnen des Kurses 2023 durften sich über ihre Zeugnisse freuen. Glückwünsche gab es von (v.l.) Pflegedirektor Christian Maier, Bürgermeister Andreas Rother, Schulleiterin Silvia Heininger sowie (v.r.) Andrea Griener-Holler (Personalrat) und Klassenleitung Stefanie Nerl. – Foto: Klinikum
Für zwölf Absolventinnen der Berufsfachschule für Pflege und Krankenpflegehilfe des Klinikums Passau herrschte am Mittwoch Grund zur Freude: Sie durften bei einer stimmungsvollen Feier im Hörsaal nach dreijähriger Ausbildung ihre Abschlusszeugnisse entgegennehmen. Besonders schön für das Klinikum: Neun von ihnen bleiben dem Haus treu.
Neben Angehörigen und Verwandten waren mehrere Ehrengäste zur Feierstunde gekommen, um die examinierten Pflegefachfrauen des Kurses 2023 A – der Kurs war am Ende rein weiblich besetzt – zu beglückwünschen. Bürgermeister Andreas Rother betonte seitens der Stadt: „Danke schön, dass Sie diesen Beruf gewählt haben – es ist einer der wichtigsten Berufe der Welt.“ Christian Maier, Pflegedirektor des Klinikums, überbrachte die Glückwünsche von Pflegedirektion und Werkleitung. „Euer Weg war nicht immer leicht – ihr habt euch durchgebissen und nicht entmutigen lassen“, sagte er, „habt euch gegenseitig motiviert und getragen“. Dass die frisch gebackenen Pflegekräfte ihre Ausbildung im April 2023 begonnen haben, sei darauf zurückzuführen, dass die Berufsfachschule für Pflege am Klinikum – anders als die anderen Pflegeschulen in der Region – weiterhin einen Aprilkurs anbiete. An die neun Absolventen, die am Klinikum bleiben, gewandt, unterstrich er: „Wir freuen uns, euch im Team begrüßen zu dürfen.“ Auf sie warteten personell gut aufgestellte Stationen, aber auch Herausforderungen wie etwa die laufenden Sanierungen am Klinikum, die Reform der Krankenhauslandschaft sowie die sich stetig verändernden Anforderungen an den Pflegeberuf. Maier dankte Schulleitung, Lehrern, Praxisanleitern und -koordinatoren sowie den Ärzten für ihre Expertise und ihr Engagement im Rahmen der Ausbildung. An die Absolventinnen gewandt, sagte er: „Ein neues Kapitel beginnt – nutzen Sie Ihre Erfahrungen.“ Seitens des Personalrats beglückwünschte Andrea Griener-Holler die frisch gebackenen Pflegefachfrauen. Sie betonte, wie wichtig Menschlichkeit, Einfühlungsvermögen und Teamgeist in diesem Beruf seien.
Die drei Jahre Ausbildung ließ Klassenleiterin Stefanie Nerl Revue passieren, anhand der Siebensprung-Methode, einer strukturierten Lernmethode, die vor allem im problemorientierten Lernen, wie es an der Berufsfachschule gelehrt wird, eingesetzt wird – und so den Absolventinnen bestens bekannt war. Die Lehrkraft war sich am Ende sicher, wenn man auf die tollen Ergebnisse schaut: „Ihr seid bereit!“ Einen Rückblick auf Höhen und Tiefen der Ausbildungszeit gaben Helena Eder und Jasmin Ertl im Namen des Kurses 2023 A, die ihrer Klassenleitung von Herzen dankten. Spätestens bei der Interpretation von „Bonnie & Clyde“ durch Julia Elender (Gitarre) und Jasmin Ertl (Gesang) wurde so manche Träne verdrückt.
Bevor die Abschlusszeugnisse an die stolzen Empfängerinnen verteilt wurden, ergriff Schulleiterin Silvia Heininger das Wort: Nach drei Jahren Ausbildung wüssten die Examinierten heute, dass Pflege viel mehr ausmache als Blutdruck messen und Verbände wechseln. Pflegekräfte seien daneben u.a. Organisationstalente, Berater und Motivationscoaches. „Sie haben gelernt, Verantwortung bewusst wahrzunehmen“, betonte die Schulleiterin. „Und Sie haben gelernt, um was es in der Pflege geht: um den Menschen.“ Für die Zukunft empfahl Silvia Heininger den frisch Examinierten: „Gehen Sie Ihren Weg mit Kopf, Herz und Verstand.“
Im Rahmen der Zeugnisverleihung ehrten Schulleiterin und Ehrengäste die Klassenbesten. Im Kurs 2023 A waren dies Helena Eder, Jasmin Ertl sowie Julia Knapp und Emily Richter.