Über die Zertifizierung des Pankreaszentrums des Klinikums freuen sich Prof. Dr. Helmut Grimm (2.v.r.), Chefarzt der Allgemein- Viszeral-, Thorax-, Gefäß- und Adipositaschirurgie sowie Leiter des Pankreaszentrums, Prof. Dr. Thomas Südhoff, Chefarzt der Hämatologie Onkologie sowie Leiter des Onkologischen Zentrums (l.), Ärztlicher Direktor und Chefarzt der Gastroenterologie Prof. Dr. Matthias Wettstein (Mitte), Dr. Julia Lanznaster, Koordinatorin des Zentrums für Onkologische Neoplasien, und Zentrumskoordinator des Pankreas- und des Darmkrebszentrums Dr. Oliver Heupel. Foto: Klinikum
Zum ersten Mal ist das Pankreaskrebszentrum des Klinikums Passau von der Deutschen Krebsgesellschaft zertifiziert worden. Dabei lobten die Verantwortlichen besonders die Ergebnisqualität. Kein einziger Patient verstarb im untersuchten Zeitraum an den Folgen der komplikationsträchtigen Operation. Als besonders gut gelten Pankreaszentren, wenn die postoperative Sterblichkeit kleines als 5 Prozent ist – in Passau lag sie demnach bei 0 Prozent. An Bauchspeicheldrüsenkrebs erkranken nur sehr wenige Menschen pro Jahr. Um die Mindestmenge an Pankreasoperationen zu erfüllen, muss ein Bauchspeicheldrüsenkrebszentrum über ein Einzugsgebiet von 600.000 Einwohnern verfügen, das ist die Hälfte der Einwohner Niederbayerns. „Unser unmittelbares Einzugsgebiet ist natürlich kleiner. Aber um an der Bauchspeicheldrüse operiert zu werden, kommen die betroffenen Patienten auch von weit her zu uns“, freut sich Prof. Dr. Helmut Grimm, Chefarzt der Allgemein- Viszeral-, Thorax-, Gefäß- und Adipositaschirurgie sowie Leiter des Pankreaszentrums.
Zusammen mit dem Zentrumskoordinator Dr. Oliver Heupel hebt er auch die besonders gute Kooperation mit den Kliniken für Gastroenterologie und Onkologie unter der Leitung von Prof. Dr. Matthias Wettstein und Prof. Dr. Thomas Südhoff hervor. Diese Kliniken sind für die Diagnose und Nachbehandlung der betroffenen Patienten zuständig. „Nur im reibungslosen Zusammenspiel von Diagnostik, Operation und konservativer Nachbehandlung kann das beste Ergebnis für die Patienten erreicht werden“, betont Prof. Grimm. Gleichzeitig wurde das Darmkrebszentrum des Klinikums erneut zertifiziert. „Damit sind weitere Meilensteine in unserem onkologischen Zentrum gelungen“, gratulierte Werkleiter Dr. Holger Otto. Die Zertifizierungen zeigten, dass das Klinikum sehr gute Strukturen einer interdisziplinären und interprofessionellen Zusammenarbeit aufgebaut habe - im ärztlichen, pflegerischen und therapeutischen Team, so Dr. Otto. „Diese Leistung wollen wir beibehalten und weiterentwickeln.“