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Pflegeschule mit Courage

Beim Kulturfest wurde die Berufsfachschule am Klinikum als „Schule gegen Rassismus“ ausgezeichnet

Mit dem symbolischen Schild „Schule ohne Rassismus“ darf sich die Berufsfachschule für Pflege am Klinikum schmücken. Bei der Verleihung: Oberbürgermeister Andreas Rother (Mitte), Silvia Heininger (2.v.r. Mitte) und Markus Feilhuber (r.) von der Schulleitung, Lehrkraft Kristin Sigl (r. Mitte), stellvertretende Werkleiterin Dagmar Reich (4.v.r. Mitte), Martin Birkner vom Verein Aktion Courage e.V. in Niederbayern (hinten 8.v.l.) und Klinikums-Personalratsvorsitzender Rüdiger Kindermann (l.), Foto: Klinikum

Die Berufsfachschule für Pflege und Krankenpflegehilfe am Klinikum Passau darf sich ab jetzt „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ nennen. Dieser Titel wurde im Rahmen des Kulturfests, das Pflegeschüler der Kurse 2025 A und 2025 PFH, am Freitag im Hörsaal des Klinikums ausrichteten, verliehen. Martin Birkner, der den Verein Aktion Courage e.V. in Niederbayern vertritt, überreichte symbolisch ein Schild mit dem Slogan, das künftig am Schulgebäude angebracht wird. 

Die Berufsfachschule für Pflege Passau ist die dritte Pflegeschule in Niederbayern, die sich „Schule gegen Rassismus“ nennen darf. „In der Pflege geht es nicht nur um Arbeitskräfte, sondern immer auch um Menschen, die jeweils einen persönlichen Hintergrund haben“, so Birkner. Oberbürgermeister Andreas Rother, der dem Projekt als Pate vorsteht, erklärte: „Die Pflegeschule hat ein wichtiges Zeichen für die Gesellschaft und Passau gesetzt.“ 

Wie vielfältig und bunt die Pflegeschule aufgestellt ist, zeigte sich beim Kulturfest: Allein in den beiden Kursen sind Schüler aus zwölf Nationen vertreten – von Österreich bis Somalia, von Albanien bis Mexico. Bei traditioneller Musik konnten die Klinikums-Mitarbeiter an in den Landesfarben geschmückten Ständen mehr über die Herkunftsländer und die jeweilige Pflege-Situation vor Ort erfahren, und sich allerlei kulinarische Spezialitäten schmecken lassen. 

„Sie haben aus dem Hörsaal einen Marktplatz der Kulturen gemacht“, freute sich stellvertretende Werkleiterin Dagmar Reich. Schulleiterin Silvia Heininger betonte: „Interkulturelle Zusammenarbeit ist in der Pflege eine der wertvollsten Ressourcen.“ Mit dem Fest unter dem Motto „Kultur sehen – einander verstehen“ würden die Schüler dazu beitragen, Offenheit und Verständnis füreinander zu schaffen. Unterstützt wurden sie dabei insbesondere von stellvertretendem Schulleiter Markus Feilhuber und Lehrkraft Kristin Sigl, die auch Ansprechpartner für die kulturelle Vielfalt an der Pflegeschule sind und das Netzwerk „Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage“ mit den anderen Pflegeschulen in Niederbayern pflegen. „Wir sehen die Menschen und nicht die Herkunft“, so Feilhuber. Ziel sei auch, dass die Menschen, die in unserem Land sind, die Kultur in Deutschland verstehen.