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Neuer Chefarzt im Klinikums-Labor

Dr. Simon Szabo (34) kommt aus Linz und Steyr nach Passau

Dr. Simon Szabo. Foto: Klinikum

Mit 34 Jahren ist er der derzeit jüngste Chefarzt am Klinikum: Der Oberösterreicher Dr. Simon Szabo hat zum 1. Juni das Institut für Labor- und Transfusionsmedizin übernommen. 

Seine Entscheidung für die Medizin fiel quasi hinter Gittern: Der Zivildienst nach der Matura, erzählt Dr. Szabo, hatte ihn in die Justizanstalt Garsten geführt, wo er dem Gefängnisarzt assistierte und das Interesse an Medizin seinen Ursprung nahm. Nach sechs Studienjahren in Wien zog es ihn wieder nach Oberösterreich ans Klinikum Steyr, „ein schönes Haus, das Passau durchaus sehr ähnelt“. Dort fiel während der Basisausbildung, die Ärzte im Nachbarland durchlaufen, die Entscheidung für die Labormedizin.

„Man kann mit einem Röhrchen Blut extrem viel über Patienten herausfinden“, so Szabo – schließlich spielt der Laborbefund bei zwei Drittel aller Diagnosen eine wegweisende Rolle. Mit präziser und schneller Diagnostik und breitem Wissen aus verschiedenen Fachrichtungen werde man als Labormediziner zum verbindenden und beratenden Element. Im Labor – Dr. Szabo spricht seinen Arbeitsplatz natürlich charmant-österreichisch mit Betonung auf die erste Silbe aus – „arbeitet man ein bisschen in der zweiten Reihe. Doch ohne die Labor- und Transfusionsmedizin ist Präzisionsmedizin wie zum Beispiel in der Chirurgie oder der Onkologie gar nicht denkbar.“

Während der Facharztausbildung beschäftigte sich Dr. Szabo besonders mit hämato-onkologischer Diagnostik, sprich der Diagnostik von Blutkrebserkrankungen, Autoimmunologie und Hämostaseologie, zusätzlich leitete er die Ambulanz für Nahrungsmittelunverträglichkeiten und durchlebte die Corona-Zeit auch direkt auf den Stationen unmittelbar am Patienten. Mit dem anschließenden Wechsel nach Linz zur dortigen Blutzentrale des Roten Kreuzes vertiefte er seine Kenntnisse in Immunhämatologie und dem Management von Medizinprodukten. Doch die Diagnostik habe ihm dabei dann doch gefehlt – „ich wollte einfach wieder direkt für Patienten arbeiten“, sagt er. Die Option Passau sei dann zur rechten Zeit gekommen, der Zuschnitt des hiesigen Labors passgenau zu seinen Schwerpunkten und der Kontakt ins Haus sei so sympathisch gewesen, dass die Entscheidung leichtgefallen sei. Passau und seine Lebendigkeit genieße er sehr, erzählt er – wobei auch das Stadtbild seiner Heimat Steyr ähnele.

Zukunftsthemen in der Labormedizin allgemein sind für Dr. Simon Szabo die Genetik und der Einsatz Künstlicher Intelligenz, der in diesem datengetriebenen Bereich der Medizin logischerweise Vorteile biete, aber freilich mit Datenschutzfragen abgewogen werden müsse. Im Klinikum selbst stehe für ihn aktuell der Labor-Um- und Ausbau, der in vollem Gange ist, im Vordergrund. 

Vita

Dr. Simon Szabo ist 1991 in Steyr (Oberösterreich) geboren. Er studierte Medizin an der Medizinischen Universität Wien. Nach seiner Basisausbildung am Pyhrn-Eisenwurzen-Klinikum in Steyr schloss er die Facharztausbildung für klinische Chemie und Labormedizin an und absolvierte diese ebenfalls am Klinikum Steyr.  Daran anschließend folgte ein Jahr an der Blutzentrale Linz des Roten Kreuzes. An der Johannes-Kepler-Universität Linz absolviert er einen MBA in Healthcare Management. Seine Schwerpunkte liegen unter anderem in der hämatoonkologischen Diagnostik, sprich der Diagnose von Blutkrebs, der Autoimmunologie und der Hämostaseologie. Er lebt mit seiner Partnerin und dem gemeinsamen Hund in Passau und Steyr und entspannt sich beim Wandern in der Natur, Sport und Motorradfahren.