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Betreuung über Abteilungen hinweg schafft Patientensicherheit

Zum Welttag der Patientensicherheit: Diabetesberatung am Klinikum Passau

Sie haben die Diabetes-Patienten im Klinikum im Blick: Leiterin Maria Lang (Mitte) und Diabetesberater Thomas Erber (2.v.l.) mit einem Teil des Teams der Diabetesberatung. . Foto: Klinikum

Unter dem weltweiten Motto „safe care for noncommunicable diseases“ – auf Deutsch läuft die Aktion unter der Überschrift „Sichere Versorgung chronisch erkrankter Menschen – für ein gutes Leben“ –  findet am 17. September der Welttag der Patientensicherheit der Weltgesundheitsorganisation (WHO) statt. Der Fokus liegt heuer auf der sicheren Versorgung bei nicht übertragbaren Krankheiten, also etwa Herz-Kreislauf- oder Atemwegserkrankungen, Krebs oder psychische Erkrankungen. Sie alle sind Ursache für weitere Krankheiten, Einschränkung der Lebensqualität und vorzeitiger Sterblichkeit. Auch Diabetes gehört zu dieser Gruppe. Laut der Deutschen Diabetesgesellschaft haben rund 30 Prozent der in deutschen Krankenhäusern behandelten Patienten einen Diabetes in ihrer Diagnoseliste. 

Koordiniert, kontinuierlich und patientenorientiert –so sieht Versorgung aus, die Patientensicherheit zur obersten Priorität macht. Dementsprechend hat das Klinikum Passau für Diabetes-Patientinnen und -Patienten eine ganzheitliche Diabetesberatung eingerichtet. Sie umfasst Prävention, Diagnostik, Therapie, Rehabilitation und Nachsorge. 

„Die von uns betreuten Patienten liegen im ganzen Haus auf den Stationen verteilt“, sagt die Leiterin des achtköpfigen Diabetes-Teams, Maria Lang. Eine entsprechend koordinierte Versorgung hilft, Informationsverluste zu vermeiden und eine sichere Behandlung während des gesamten Krankheitsverlaufs – etwa bei Wechsel auf eine andere Station – zu gewährleisten. Entscheidend dabei: eine interprofessionelle Zusammenarbeit, etwa zwischen Ärzten, Pflegekräften und Therapeuten. Diabetologische Konsile etwa laufen unter der ärztlichen Leitung von Internist und Diabetologe DDG Peter Weigl ab, er steht den ärztlichen Kollegen, in den verschiedenen Abteilungen, am Klinikum beratend zur Seite. Ebenso unterstützt er das Diabetes-Beratungsteam bei der gemeinsamen „Zuckervisite“.

Das Krankheitsbild erklären, den Umgang mit Blutzuckergeräten bzw. Blutzuckersensoren, Umgang mit Insulinen und Pens sowie Bewegung und richtige Ernährung sind nur ein Teil der Themen, die das Diabetesteam täglich in den Schulungen den Patienten verständlich machen.

„Wichtig ist bei Diabetes auch ein strukturiertes Medikationsmanagement sowie eine regelmäßige Überprüfung um Risiken zu reduzieren“, betont Maria Lang. Denn chronisch erkrankte Menschen haben oft komplexe Therapien und nehmen mehrere Medikamente gleichzeitig ein – das alles haben die Berater im Blick. Parallel wird auf Prävention und das frühzeitige Erkennen von Risiken, etwa Komplikationen bei der Therapie, achtgegeben. Der Patient, in vielen Fällen auch Angehörige, werden im Rahmen der sicheren Versorgung miteinbezogen. „Umfassende Information, offene Kommunikation und schließlich gemeinsame Entscheidungen tragen zur Sicherheit und letztlich zum Behandlungserfolg bei“, erklärt Maria Lang. 

Neben der Schulung und Beratung der Patienten ist auch die fachliche Weiterbildung zum Thema Diabetes der Pflegefachkräfte in den verschiedenen Abteilungen von großer Bedeutung. Hier unterstützt Thomas Erber als Diabetesberater die Innerbetriebliche Fortbildung sowie das gesamte Team bei der Wissensvermittlung und als Ansprechpartner bei Fragen.