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Ohne sie gibt es keine Diagnose

Erster Jahrgang der Ausbildung Medizinische Technologen am Klinikum schließt erfolgreich ab

Die ersten am Klinikum ausgebildeten MTR: Martin Assmann (4.v.l.), Anna Rottler (Mitte) und Nicolas Kunzmann (4.v.r.) mit Dr. Wiebke Kurre, Chefärztin der Radiologie am Klinikum (l.), Lehr-MTRA Martina Aigner, Iris Heupel-Windorfer von der Radiologie und Dr. Ulrich Krause, Ärztlicher Leiter des MVZ Radiologie bei RadioLog mit Elke Simmeth (r.) und Julia Mader von der Strahlentherapie. Foto: Klinikum

Vor drei Jahren sind sie als Pioniere in die damals am Klinikum Passau neue Ausbildung gestartet, jetzt haben sie die Abschlussprüfungen erfolgreich gemeistert: Anna Rottler, Martin Assmann und Nicolas Kunzmann sind fertige Medizinische Technologen für Radiologie. „Ich bin sehr stolz auf diese erste MTR-Generation bei uns“, freut sich Chefärztin Dr. Wiebke Kurre. Die Folgejahrgänge sind längst mittendrin in der Ausbildung – neue Interessenten sind ebenfalls willkommen, denn der Bedarf sei entsprechend der stets steigenden Anforderungen an die medizinische Bildgebung groß.

Stolz ist die Chefärztin auch auf das Ausbildungs-Team: „Ohne das unermüdliche Engagement von Martina Aigner und Iris Heupel als Lehr-MTR und Praxisanleiterin, die Kooperation mit der Strahlentherapie des RadioLog, vertreten durch Dr. Ulrich Krause, Julia Mader und Elke Simmeth, sowie dem MVZ Nuklearmedizin mit Dr. Wolfgang Römer und Petra Schreier wäre dieser Erfolg nicht möglich gewesen.“ 

Bis vor wenigen Jahren hieß der Beruf MTRA, also medizinisch-technische Radiologieassistenz, seit der neuen Ausbildungsverordnung nunmehr MTR. „Die Ausbildung ist nochmals praxisorientierter geworden“, weiß Martina Aigner, die für die Azubis in der rund 75 Köpfe großen Radiologie am Klinikum direkt zuständig ist. „Wir sind so etwas wie das diagnostische Drehkreuz“, erklärt Absolvent Nicolas Kunzmann. MTR bedienen hochtechnische Geräte wie Computer- und Kernspintomografen, assistieren bei radiologisch-interventionellen Eingriffen oder führen Strahlentherapien bei Krebspatienten und nuklearmedizinische Untersuchungen durch. Auch die Medizinphysik gehören zu ihren Einsatzbereichen. Bei vielen Untersuchungen sind sie diejenigen mit dem engsten Kontakt zum Patienten. „Diese Schnittstelle von Mensch und Technik macht den Beruf aus“, meint der ebenfalls frischgebackene MTR Martin Assmann. 

Die Untersuchungen würden natürlich in Absprache mit Ärztin oder Arzt laufen, erklärt Dr. Kurre, aber es sei ein sehr kooperatives und in weiten Teilen auch selbständiges Arbeiten. Dazu komme die Dynamik in diesem Fachgebiet durch stetige technische Innovationen und den Einzug der künstlichen Intelligenz. Und: „Die Resultate und die Qualität, etwa der Bildgebung, fußen auf den technischen Kompetenzen dieser Berufsgruppe“, sagt die Chefärztin. „Ein gutes Bild steht am Anfang jeder richtigen Diagnose.“

Für die Ausbildung der Medizinischen Technologen für Radiologie (m/w/d) steht das Klinikum Passau in Kooperation mit den Eckert-Schulen in Regenstauf. Der theoretische Unterricht findet in Regenstauf statt, der fachpraktische Unterricht im Rahmen des Schulunterrichts an modernsten Geräten in den Räumlichkeiten des Universitätsklinikums Regensburg und des Krankenhauses der Barmherzigen Brüder Regensburg. Die praktische Ausbildung findet am Klinikum Passau statt, beteiligt sind der Kooperationspartner RadioLog im Bereich Strahlentherapie und das MVZ Nuklearmedizin. Die Ausbildung dauert drei Jahre, Voraussetzung sind ein gutes Verständnis und Interesse für Naturwissenschaften und die mittlere Reife oder Abitur als Schulabschluss. Bewerbungen, wie auch Schnuppertage, sind jederzeit möglich.

Mehr zur Ausbildung unter https://www.klinikum-passau.de/beruf-karriere/ausbildung.