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Unser Haus

Geschichte

Fürstbischof Leopold III. Ernst Graf von Firmian errichtete 1775 das erste Passauer Krankenhaus zum Heiligengeist mit 31 Betten neben dem Heilig-Geist-Stift in der heutigen Heilig-Geist-Gasse. Alle Personen ohne Unterschied des Standes wurden hier kostenlos behandelt; die Finanzierung erfolgte aus dem Ertrag von Stiftungen und Schenkungen der Fürstbischöfe und der Bürgerschaft. 2 Krankenwärter und eine Wärterin wechselten sich Tag und Nacht im Dienst ab.

Im Jahre 1856 wurde die Krankenpflege im Städtischen Krankenhaus durch den Orden der Barmherzigen Schwestern vom Hl. Vinzenz von Paul übernommen, die diese Tätigkeit 115 Jahre später (1971) aus Mangel an Nachwuchs aufgeben mussten.

Nach dem Anbau eines Epidemienhauses 1837 für Blattern- und Cholera-Kranke und der teilweisen Nutzung des Gebäudes ab 1922 als Säuglings- und Wöchnerinnenheim kam es jedoch bald wieder zu grosser Raumnot und Bettenmangel.

Deshalb wurde 1929 ein neues Städtisches Krankenhaus nahe dem Inn mit 180 Betten für drei Millionen Reichsmark errichtet. Es umfasste die Abteilungen Innere Medizin und Chirurgie und war nach damaligen Gesichtspunkten sehr modern gegliedert. In der auf den zweiten Weltkrieg folgenden Zeit des Friedens und des wirtschaftlichen Aufschwungs konnten die schon teilweise zu Beginn des 20. Jahrhunderts gemachten Entdeckungen auf dem Gebiet der Medizin, wie beispielsweise die Erfindung der Äthernarkose, des Penicillins, die Entdeckung der Blutgruppen oder der Röntgenstrahlen, in den Krankenhäusern genutzt werden und eröffneten ein weites Feld verbesserter diagnostischer und therapeutischer Möglichkeiten.

Auch das Städtische Krankenhaus nahm an dieser rasanten Entwicklung teil, die sich in der Aufnahme neuer Fachdisziplinen mit den dazugehörigen Um- und Erweiterungsbauten niederschlug.

Eine virtuelle Reise durch die Zeitgeschichte des Klinikums