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Kliniken & Institute

Interventionelle Radiologie (IR)

Die Interventionelle Radiologie steht für alle bildgesteuerten, minimal-invasiven Verfahren der Gefäßmedizin, der Schmerztherapie sowie der Tumortherapie. 

Sie wurde begründet durch den amerikanischen Radiologen Charles Dotter, der am 16.1.1964 bei Laura Shaw, einer 83 jährigen Dame im Oregon Hospital erstmalig perkutan einen Gefäßverschluss des Oberschenkels erfolgreich aufdehnte. Eberhard Zeitler brachte diese Methode nach Europa und führte die erste Intervention 1968 in Engelskirchen durch. Der junge Dresdner Andreas Grüntzig erlente das Verfahren bei Zeitler und entwickelte 1974 den ersten Ballonkatheter, dessen Prinzip noch heute gilt. 1977 führte Grüntzig die erste Aufdehnung einer Herzkranzarterie in Zürich durch. Seither ihrer Begründung ist die  IR einer der innovativsten Bereiche der modernen Medizin und hat allein in den vergangenen 10 Jahren eine Vielzahl operativer Verfahren durch minimal-invasiver Eingriffe ersetzt. Interventionelle Verfahren werden heute in der Radiologie und Neuroradiologie, Kardiologie, Angiologie, Gefäßchirurgie und Gastroenterologie angewendet.

Interventionelle Eingriffe werden in der Regel durch eine winzige Punktion in örtlicher Betäubung mit Kathetern oder Sonden durchgeführt. Je nach Organsystem erfolgt die Überwachung der Eingriffe durch die Angiographie (Arterien, Venen, Gallenwege, TIPS), Ultraschall (Punktionen, Drainagen) oder CT (Punktionen, Drainagen, Thermoablation, PEG-Anlagen etc). Eingriffe unter MRT Kontrolle beschränken sich derzeit auf die Schmerztherapie und Biopsie von Brusttumoren.

Wenn es der Gesundheitszustand der Patienten erlaubt, werden  die meisten Gefäßeingriffe heute ambulant angeboten.

Alle der nachfolgend aufgeführten Eingriffe erfolgen nach sorgfältiger Indikationsstellung durch die zuweisenden Ärzte und uns sowie im Konsens mit unseren Partnerkliniken im Gefäßzentrum, den onkologischen Zentren, dem Stoffwechselzentrum sowie den Dialysezentren.

Unser Gefäßzentrum ist als eines der ersten durch die Deutsche Gesellschaft für Gefäßchirurgie und Gefäßmedizin (DGG) sowie der Deutschen Gesellschaft für Interventionelle Radiologie und minimalivasive Therapie (DeGIR) sowie der Europäischen Gesellschaft für kardiovasuläre  interventionelle Radiologie (CIRSE)zertifiziert worden.

Unser Institut ist ebenfalls als eines der ersten in Deutschland als DeGIR-Zentrum zertifziert worden, unsere Ärzte sind in allen DeGIR Modulen (A – E) zertifziert.